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CSU-Plakat mit dem U-Bahn-Überfall auf einen Rentner wird von vielen als „böse Entgleisung“ empfunden

Dieser Eintrag stammt von Heimo Kandler Am 15.1.2008 @ 17:26 In Uncategorized | Keine Kommentare

Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass mit dem Leid von Menschen plakativ und direkt auf das Angstzentrum in der Schaltregion des unteren Vorderhirns (Nucleus accumbens)  der Bürger eingewirkt werden soll, dann hat das neueste Plakat der CSU diesen Beweis vermutlich geliefert.

Wer diese Art von „Parteiwerbung für die CSU“ den CSU-Oberen empfohlen hat und wer vor allem diesem „Ratschlag“ gefolgt ist, muss irgendwie „furchtbar danebengelangt“ haben.

Sollte es wirklich schon so weit sein, dass der CSU die Argumente und Themen derart „abhanden gekommen“ sind, dass es jetzt Plakate mit „Prügelszenen“ sein müssen?

Ein Leser schreibt in seinem Brief an den MM: „Ich bin zutiefst geschockt, dass so etwas in München möglich ist. Ich finde es widerwärtig, wie Herr Koch und nun auch noch die Münchner CSU mit ihrer Stimmungsmache das Klima in Deutschland vergiftet. Die Überfälle in der U-Bahn sind schlimm und eine Diskussion darüber, wie die Sicherheit verbessert werden kann, ist sicher sinnvoll. Das neueste Wahlkampfplakat der Münchner CSU zeigt aber, dass ihr an dieser Diskussion gar nicht gelegen ist. Sie will nur die Stimmung anheizen. Dass sie dabei noch die Ängste in der Bevölkerung schürt, ist ihr egal“. Soweit der Brief von Herrn Christian Köning aus München, abgedruckt in der Ausgabe 10 des MM vom 12./13.1.2008

Ich denke, dieser Mitbürger hat es auf den Punkt gebracht. Nicht Diskussion um mehr Sicherheit sondern plakatives schüren von Ängsten der Menschen, das ist offensichtlich das „Anliegen“ der CSU.

Und Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) haut ebenfalls kräftig „auf die Wahlkampfpauke“. Gerade der Ministerpräsident jenes Bundeslandes, in dem die zügige Aburteilung jugendlicher Straftäter am wenigsten klappt, wie man hört, will nun weitere gesetzliche Maßnahmen, eine Verschärfung des Strafrechtes, eine Ausweitung auf Kinder unter 14 Jahren usw.

Selbst eine an Ausländerfeindlichkeit grenzende Argumentation nach dem Strickmuster „Ausländer raus“ gehört ganz offensichtlich zum Wahlkampfgetöse der CDU in Hessen. Bei so viel „Wahlkampfanstrengungen“ finde ich, sollten diese eifrigen Wahlkämpfer dafür den nicht erhofften „Lohn der Angst“ von den Wählern bekommen.


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